NaWi-Tag 2013

Forsters Forscher entdecken unsichtbare Welten

 

Nächster NaWi-Tag am 4.2.2014, Motto: Forsters Forscher auf Entdeckungsreise

Schülerinnen und Schüler des Georg-Forster-Gymnasiums erforschen am Tag der Naturwissenschaften ihre Umwelt

Unter dem Motto „Forsters Forscher entdecken unsichtbare Welten" wechselten Sechst- und Siebtklässler des Georg-Forster-Gymnasiums Kamp-Lintfort am 5. Februar einen Tag lang in die Rolle von Wissenschaftlern: In kleinen Gruppen setzten sie sich in Workshops praxisorientiert und experimentell mit naturwissenschaftlichen Phänomenen auseinander,beispielsweise mit der Frage, wie man mit chemischen und physikalischen Methoden Kriminalfälle lösen kann. „Mit diesem Angebot möchten wir die Schüler schon früh für die naturwissenschaftlichen Fächer begeistern und an die naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen heranführen. Wenn sie dann während des Workshops fragen, ob sie die Pause wirklich machen müssen, ist das Ziel wohl erreicht," resümierte Sabine Wiedner-Schneider, Koordinatorin der Naturwissenschaften am GFG, den Vormittag.

Die Themen der zehn Workshops deckten ein breites Spektrum ab:

Neben kriminalistischen Methoden standen beispielsweise auch Geheimschriften, das Überleben auf der einsamen Insel sowie programmierbare Roboter auf dem Programm. Nach den Interessen der Schüler eingeteilt, konnten die knapp 200 jungen Forscher zu ihrem Thema selbst experimentieren und so mit allen Sinnen eigene Erfahrungen sammeln. Hilfe und Unterstützung boten dabei zusätzlich zu den 14 Fachlehrerinnen und Fachlehrern auch etwa 39 Oberstufenschüler an, die an diesem Tag eigenes Wissen weitergeben und sich als beratende Experten erproben werden.

Alexander Winzen, Schulleiter des Gymnasiums, kommentierte: „Der NaWi-Tag lebt vom Engagement der Na-Wi-Lehrkräfte, der betreuenden Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgangsstufen, der Neugier der Sechst- und Siebtklässler sowie der Unterstützung durch die Sponsoren. Hier kommen gute Ideen, Einsatzbereitschaft und Forscherdrang mit Blick auf unseren Namenspatron Georg Forster auf das Beste zusammen."

Das Konzept zum Tag der Naturwissenschaften umfasst nicht nur das Ziel, die fachbezogenen Fähigkeiten der Schüler zu fördern, die die Kernlehrpläne für die Fächer Biologie, Physik und Chemie verlangen. Vielmehr sollen die Schüler während der Projektarbeit auch ihre sozialen, personalen und methodischen Kompetenzen erweitern und ihre Geschicklichkeit verbessern. Wie das konkret aussehen kann, wurde in dem Workshop „Greifvögeln auf der Spur deutlich": Jannik, Jahrgangsstufe 6, beispielsweise erzählte begeistert, wie er zusammen mit seinem Freund ein Gewöll untersucht hat: „Das ist wie eine Entdeckungsreise: Zuerst sieht man nur das Fellgewusel. Dann zerlegt man es ein bisschen mit den Instrumenten hier – Nadel, Pinzettel, Skalpell und Lupe –, wäscht die Teile und findet immer neue Knochen. Dieser Vogel hat eine Wühlmaus, eine Haus- und eine Spitzmaus gegessen, das verraten die unterschiedlichen Kieferknochen und Zähne."

Angesichts dieses Konzepts war es für die Stadtwerke Kamp-Lintfort und die Volksbank Niederrhein selbstverständlich, den Projekttag wie bereits im Jahr 2011 zu sponsern. Andreas Kaudelka, Geschäftsführer der Stadtwerke, erläuterte das eigene Engagement: „Der gesamte Themenblock Versorgung, Elektromobilität, Speicherung ist aus Sicht der Stadtwerke wichtig. Da ist es gut, wenn Jugendliche in kleinen praxisorientierten Projekten an das herangeführt werden, was sich auch gerade in der Wirtschaft verändert und entwickelt. Dieses naturwissenschaftliche Hintergrundwissen zu den Energiethemen zu fördern, ist für uns gut angelegtes Geld." Im Gespräch mit den experimentierenden Schülern machte er sich selbst ein Bild von den Workshops und war von der angenehmen Atmosphäre angetan, in der die Älteren den Jüngeren bei den Experimenten halfen.

In diesem Jahr konnten die Lehrer auf das bestehende Konzept aus dem Jahr 2011 zurückgreifen, arbeiteten allerdings die Erfahrungen des ersten Jahrgangs ein und waren mit den Vorbereitung des Projekttages an sich schon gut beschäftigt: „Wenn die Schüler in den Workshops selbstständig experimentieren, nimmt man sich als Lehrer ja bewusst zurück und berät lediglich bei Problemen. Der Löwenanteil der eigenen Arbeit findet im Vorfeld statt: Die Gruppen einteilen, die Materialien besorgen und für die einzelnen Teams zusammenstellen, die Räume vorbereiten. Wenn die Schüler dann aber so konzentriert arbeiten und experimentieren, ist das eine schöne Bestätigung, dass sich unser Aufwand gelohnt hat," resümierte Dr. Renate Seidel den Tag, Initiatoren des Projekttags.

 

Niklas und Marc, beide 7d, präsentieren ihr erstes Elektroauto, im Hintergrund Norbert Kouker, Biologie-Lehrer, ein Mitschüler und Sabine Wiedner-Schneider, Koordinatorin der Naturwissenschaften. Foto: GFG


Der Falkner Herr Kassemeck zeigt den Teilnehmern des Workshops „Greifvögeln auf der Spur" das Federkleid des Uhus. Foto: GFG

Wir danken den Sponsoren des Tages der Naturwissenschaften 2013: