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GuG - Gymnasiasten unterrichten Grundschüler

GuG - Gymnasiasten unterrichten Grundschüler
Pädagogischer Nachwuchs gewürdigt

Für das besondere Engagement als Junglehrerinnen und -lehrer würdigte Alexander Winzen, Schulleiter des Georg-Forster-Gymnasiums der Stadt Kamp-Lintfort, am 14. Januar vier Schülerinnen und sieben Schüler der Jahrgangsstufe 10. Die Elf absolvierten das berufsorientierende Praktikum im Rahmen eines neuen Kooperationsprojekts „Gymnasiasten unterrichten Grundschüler“, kurz GuG:

Sie hospitierten während des zweiwöchigen Betriebspraktikums im November 2012 nicht nur in Grundschulklassen. Sie unterrichteten die Viertklässler auch im Rahmen eines Besuchs am Gymnasium eigenständig in den Fächern Musik und Chemie. Nach den Weihnachtsferien erhielten die Praktikanten nun zusammen mit den Praktikumsberichten auch die abschließende Bewertung des gesamten Praktikums und ein Diplom als Assistant Teacher.

„GuG ist ein Projekt, von dem alle beteiligten Seiten nur profitieren können. Die großen und die kleinen Schüler erweitern ihre Horizonte, gehen in echten Begegnungen aufeinander zu und machen als Lehrende und Lernende nachhaltige Erfahrungen. Auch die Grundschulen erleben so mit dem Gymnasium einen zusätzlichen Austausch. Insgesamt also eine runde Sache,“ so der Schulleiter Alexander Winzen. Die betreuenden Lehrerinnen Dr. Renate Seidel und Dietlind Frommann-Grün sind mit dem neuen Ansatz ebenfalls zufrieden: „Mich freut besonders, dass wir mit dem neuen Konzept nahtlos an die positiven Erfahrungen mit dem Teutolab-Projekt anknüpfen konnten: Es haben sich insgesamt viele Schülerinnen und Schüler und erfreulicherweise erstmals mehr Jungen als Mädchen als Nachwuchslehrer engagiert. Sie sind alle bei den Grundschülern gut angekommen und die Stimmung in den Gruppen war richtig gut,“ resümiert Dr. Renate Seidel ihre Beobachtungen.

Die beteiligten Grundschullehrerinnen zeigten sich von dem neuen Kooperationsprojekt ebenso angetan wie die Praktikanten selbst, die ihre Praktika als bereichernd bewerteten. In den Praktikumsberichten wird mehrfach thematisiert, dass es zwar sehr verantwortungsvoll und damit herausfordernd war, selbstständig zu unterrichten, gleichzeitig habe es aber auch sehr viel Spaß gemacht und das eigene Selbstbewusstsein gestärkt. So zögerten die Praktikanten auch nicht sich bereit zu erklären, am 5. Februar ein weiteres Mal als Nachwuchslehrer aktiv zu werden: Am Tag der Naturwissenschaften werden sie die Unterstufenschüler des Georg-Forster-Gymnasiums in verschiedenen Workshops betreuen.

Das neue Praktikumskonzept kombiniert das klassische berufsorientierende Praktikum, das in der Jahrgangsstufe 10 stattfindet, mit dem Projekt Teutolab, das seit dem Jahr 2006 am GFG etabliert ist und bei dem Gymnasiasten Grundschüler in das naturwissenschaftliche Experimentieren einführen. Die Praktikanten hospitierten in der ersten Praktikumswoche vormittags in den Grundschulen und bereiteten nachmittags unter Anleitung von Fachlehrerinnen des Gymnasiums zwei Module mit den Titeln „Mozart“ und „Einstein“ zum Thema Schall aus naturwissenschaftlicher Sicht vor. In der zweiten Woche folgte die praktische Umsetzung. Insgesamt zehn Grundschulklassen besuchten das Gymnasium einen Vormittag lang: Die Schüler experimentierten nach einer kurzen Einführung weitgehend selbstständig in kleinen Gruppen, unterstützt von den Nachwuchslehrern.

 

Schülerinnen und Schüler des GFG freuen sich über den erfolgreichen Abschluss des Projekts „Gymnasiasten unterrichten Grundschüler“: Schulleiter Alexander Winzen (rechts) würdigte zusammen mit den betreuenden Lehrerinnen Dr. Renate Seidel (links) und Dietlind Frommann-Grün das Engagement der Nachwuchslehrer.

Foto: Stephan Benecken, GFG