GFG Startseite

Alles Genfood? Auf den Spuren gentechnisch veränderter Nachos

Exkursion zum Schülerlabor der Uni Bochum

Die Biologie Kurse der diesjährigen Q2 fuhren am 4.08.2018 in Begleitung von Frau Bergmann und Frau Wiedner-Schneider zur Universität nach Bochum, um sich die PCR und andere Methoden der Gentechnik anzuschauen und diese auch selbst durchzuführen.

Für die Schülerinnen und Schüler ging es bereits um 7:45 Uhr los. Zu Beginn gab es im Labor des naturwissenschaftlichen Bereichs der Universität  eine Einführung in das Thema Genfood. Wir alle kommen täglich mit Lebensmitteln in Kontakt, welche aus genetisch veränderten Organismen entstehen oder solche enthalten können. Die Aufgabe der Schüler war für diesen Tag am Ende herauszufinden, ob das Nahrungsprodukt Genfood ist oder nicht.
Nachzuweisen war, ob sich  in Ansätzen aus verschiedenen Nachos DNA von gentechnisch verändertem Mais befand.

Dazu sind im Wesentlichen zwei Verfahren notwendig: Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und die Gelelektrophorese.
Die PCR ist ein Verfahren zur Vervielfältigung von DNA-Spuren. Diese wird beispielsweise für Vaterschaftstests, Untersuchung des genetischen Fingerabdrucks bei Kriminalverbrechen oder zum Nachweis von Erbkrankheiten verwendet. Die Gelelektrophorese dient dazu, bestimmte Moleküle, hier DNA-Abschnitte, voneinander zu trennen. Nach dem Beladen eines Gels mit den vorbereiteten Proben und dem Anlegen einer Gleichstromspannung lagern sich Moleküle mit gleicher Größe in Banden zusammen, kleine Abschnitte wandern im Gel weiter als große.

Um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick zu gewähren, wie genau man arbeiten muss, mussten sie vor den eigentlichen Arbeitsschritten in 2er bis 3er Gruppen jeweils einen Pipettentest durchführen, um ein Gefühl für die geringen Mengen, mit denen im Genlabor gearbeitet wird, zu bekommen. Natürlich wurde  angemessene Schutzkleidung getragen. Nach der kleinen Übung ging es dann weiter mit der Herstellung des Ansatzes für die PCR. Damit wurde die DNA vervielfältigt und mit bestimmten Primern versehen. Im nächsten Schritt wurde das Gel für die Gelelektrophorese gegossen. Daraufhin wurden die Geltaschen mit den Proben aus der PCR beladen und zum Schluss wurden die Ergebnisse der Schüler mit Hilfe der Gelelektrophoresediagramme ausgewertet. Es stellte sich heraus, dass tatsächlich einige Proben von Nachos gentechnisch veränderten Mais enthielten!

Für uns als Schülerinnen und Schüler war es eine eindrucksvolle Exkursion, da wir selbst tätig waren und die theoretischen Lerninhalte praktisch umsetzen und verstehen konnten. Außerdem war es sehr spannend, da man seine eigenen Versuche am Ende des Tages auswerten konnte. Alle Gruppen arbeiteten sehr sorgfältig und konzentriert, die meisten wurden durch ein überzeugendes Ergebnis belohnt.

Cennet Boutchich, Q2